Digitalisierung = Fortschritt

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Die EU und unsere Bundesregierung sind immer noch dabei, und das ist bereits die erste Pointe, die Digitalisierung voranzutreiben, wobei sie es immer wieder schaffen den Fortschritt ohne fremde Hilfe auszubremsen. Dabei ist ja nicht alles generell schlecht, was bisher auf den Weg gebracht wurde. Endlich ist es zum Beispiel festgeschrieben, dass wir analog und digital Herr über unsere Daten sind.

Hust, Hust, … Entschuldigung. 

Das war die graue Theorie, nur in der Praxis sieht die Welt leider ganz anders aus. Da wird sich zum Beispiel gern auf den Passsus des berechtigten Interessen aus dem DSVO Werk bezogen, um die Daten weiterhin zu erfassen und speichern zu dürfen. Ich denke, dass die wenigsten Privatuser darüber nachdenken, dagegen vorzugehen. Vielmehr folgt das Phänomen des Herdentriebes und es wird lieber hinter vorgehaltener Hand gelästert. Es ist auch so was von lästig.

Ja, so ist ein großer Teil unserer Spezies gestrickt.

Fakt ist doch, dass sich die meisten Nutzer kaum dafür interessieren, wenn sie sich eigene Vorteile davon versprechen. Ein weiterer Fakt ist, dass sich der Löwenanteil der Bürger nichtmal das Gesetz und das Regelwerk dazu jemals intensiv angeschaut haben. Dabei ist das eine spannende Bettlektüre. Daher ändert sich in der Praxis, bis auf den Bürokratieanstieg in den Unternehmen, nicht wirklich viel. Aber die Theorie ist echt gut gemeint gewesen und in den Planspielen hat es auch immer wunderbar funktioniert. Es ist wie so oft in der Politik, mit der Praxis hat kaum einer geplant und es kommt immer so plötzlich und unerwartet.

Die Unternehmen beklagen sich immer noch über steigende Kosten durch die Digitalisierung, obwohl sie doch fortschrittlich ist. Ergo verbinden die meisten Unternehmen diesen Fortschritt  mit Mehrkosten. Dabei sollten sie doch die Chancen am Markt sehen. So ist es zu erklären, dass immer noch einige Unternehmen unsicher sind, ob das mit der Digitalisierung in diesem Leben noch etwas wird. Doch diese Epoche hat längst unmerklich begonnen. Die meisten Menschen verwenden tatsächlich ein Smartphone, damit kann man soviele schöne Dinge anstellen. Total cool und easy. Böse Zungen behaupten, dass ein Smartphone eine Überwachung durch die Hintertür ist. Das sehen die Nutzer natürlich anders, denn es bringt viele Vorteile mit sich und mit den weitergehenden Möglichkeiten ihres Gerätes wird sich kaum einer auseinandersetzen können, denn das geht tief in das Nerdwissen.

Egal, derzeit geht es in der Öffentlichkeit um 5G, den neuen Mobilfunkstandard. Das neue Zugpferd der Digitalisierung. Theoretisch klappt das alles wunderbar, nur in der Praxis kommen immer mehr Kritikpunkte auf. Es ist derzeit immer noch nicht gelungen, zum Beispiel Deutschland flächendeckend mit mobilem Internet zu versorgen. In den Ecken, wo es ankommt, ist es meist quälend langsam. Dort wäre man schon über 3G mehr als glücklich. DSL teilt dieses Schicksal merkwürdiger Weise. 

I have a dream

Wie schön wäre es denn, wenn die Mehrheit der Bürger nicht mit Nullen und Einsen abgehängt würde. Denn alles was über den Fingertip auf den Touchscreen geht, überfordert nicht selten sogar die affine Jugend. Das Leben geht weiter und die Zeiten ändern sich. Dennoch bleibt im menschlichen Bereich die Zeit stehen. Dabei ist die Digitalisierung doch so richtig wichtig. Jeder arme und hungernde Mensch dieser Erde braucht schnelles Internet zum Überleben. Soweit sind sich die Entscheider einig. Manchmal frage ich mich, wie unsere Vorfahren es so ganz analog geschafft haben zu überleben. Dann wache ich auf und bin froh, dass die Digitalisierung die Welt hoffentlich in allen Bereichen ein Stück besser macht.

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